19.05. - 24.06.2018

Der Geist erhebt sich über die Materie

diekleinefraubraun zeigt
eine Installation zur Sehnsucht


Ausstellungseröffnung: Freitag, 18. Mai, 19 Uhr
mit einer performativen Lesung

Der Geist erhebt sich über die Materie ist eine Installation zur Sehnsucht,
die eigens für die architektonischen Gegebenheiten in der „alten feuerwache“ konzipiert worden ist.

diekleinefraubraun lässt im projektraum den Flyer No 1 der Gebrüder Wright im Maßstab 1:2 von der Decke stürzen. Im imaginären Aufprall wirbeln die Konstruktionszeichnungen durcheinander. An den Wänden des Raumes aber hängen fein säuberlich die Blätter des intimen Tagebuches des Orville Wright.
Sie erzählen uns von den ganz persönlichen Sehnsüchten des Konstrukteurs. Mit der Veröffentlichung der intimen Tagebücher Orville Wrights zeigt die Künstlerin, dass dieser Mensch, der eine große Sehnsucht der Menschheit gestillt hat, persönlich von ganz anderen Sehnsüchten getrieben wurde.

Das Foto der Brüder wie sie zu ihrem Flugzeug schreiten, hat sich als Bild ins ikonographische Gedächtnis eingeschrieben. Der Betrachter braucht nur den abstürzenden Traum in Beziehung zu setzen mit wenigen Eintragungen aus dem Tagebuch des Orville Wright, um etwas über das Wesen der Sehnsucht zu erfahren: Sie ist unstillbar, sie ist unvernünftig und sie ist eine große Lebenskraft.


Donnerstag, 14.06.2018, 19 Uhr
Ausstellungsrundgang mit derkleinenfraubraun


Freitag, 22.06.2018, 19 Uhr
Tagebücher und Voyeurismus
Lesung mit Theodor Schmidt


Thordis König war früher Schauspielerin und ist unter dem Namen diekleinefraubraun seit 2011 als bildende Künstlerin tätig. Sie findet merkwürdige Sachen, sammelt Briefmarken und schafft Ordnung.
Sie lebt in Berlin.
http://www.diekleinefraubraun.de

Zur Ausstellung erscheint das intime Tagebuch des Orville Wright.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.


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Einladung

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beim Aufbau ....

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Lesung "Tagebücher und Voyeurismus"

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24.03. - 06.05.2018

DIESUNDANDERS


Gisela Kleinlein

Ausstellungseröffnung: Freitag, 23. März 2018, 19 Uhr
Einführung: Stefanie Kleinsorge, PORT25, Mannheim

Eine Einzelausstellung der Bildhauerin Gisela Kleinlein präsentiert der projektraum in der alten feuerwache Berlin-Friedrichshain vom 24. März bis zum 6. Mai. Unter dem Titel DIESUNDANDERS zeigt die Schau eine speziell auf den Ort hin entworfene plastische Inszenierung, in der die Werke untereinander und mit dem Raum in Beziehung treten.

Ob es 1000 Maschen sind? 100.000? Oder eher eine Million? Denn das gehäkelte Geflecht ist lang. Sehr lang. In drei Metern Höhe hängen zwei Basketballkörbe dicht nebeneinander an der Wand. Von dem einen nimmt das Maschengebilde seinen Anfang; ein scheinbar unendlich langes Fangnetz, das weit durch den Raum mäandert und schließlich wieder emporsteigt, um zum anderen Korbrand zu gelangen. Zwei Basketballkörbe – untrennbar verbunden durch ein gemeinsames Netz, ein sorgsam gehäkeltes, meterlanges Gebilde. Zum Basketballspielen allerdings taugt es nicht. Genauso wenig wie die diversen kleinen an Fahrzeuge erinnernden Bodenobjekte Fahrt aufnehmen könnten. Tatsächlich lässt sich keines der Gebilde fortbewegen – trotz Rädern und potenzieller Mobilität.

Hier werden Fährten ausgelegt, die nicht begehbar sind.

Absurde Situationen und sich ihrer Funktion verweigernde Objekte gehören zu den zentralen Themen der Bildhauerin Gisela Kleinlein. Ihr Werk zeugt von einem grundlegenden Interesse an Dingen des Alltags und ihrer Materialität. So erinnern Kleinleins Skulpturen nicht nur an alltägliche Gegenstände und Fundstücke aller Art, oftmals sind sie gar aus solchen oder deren Versatzstücken konstruiert. Kleinlein verfügt über eine breite Materialpalette. Sie arbeitet virtuos mit Holz, Stahl, Kunststoff, Folien, Gips, Papier, vielem anderen oder auch mit der selbst geschnitzten Häkelnadel.
Was die Künstlerin zerlegt, wird anders zusammengesetzt und neu kombiniert. Es wird deplatziert, umgedeutet und umgewidmet. So entstehen neue Konstellationen und damit eine Verschiebung ins Surreale. Was nun aufscheint, ist eine rätselhaft poetische Dingwelt. Begleitet von einer guten Dosis Humor und einem Augenzwinkern, ermöglichen diese Arbeiten einzutauchen in eine ganz eigene Atmosphäre der Erfindungen.

In der Friedrichshainer Ausstellung werden die plastischen Werke erstmals ergänzt durch eine dicht gehängte Wand mit Fotoskizzen, Postkarten und dokumentarischen Darstellungen, die Einblick gewähren in einen über Jahrzehnte gebildeten Fundus formaler und gedanklicher Quellen und Hintergründe.

Eine Ausstellung in der Reihe von mir aus, die Künstlerinnen aus Friedrichshain-Kreuzberg präsentiert.

Gisela Kleinlein
*1955 in Nürnberg, lebt und arbeitet in Berlin, Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und an der Kunstakademie Düsseldorf.
Zahlreiche Preise und Stipendien (Villa Romana-Preis, Kunstfonds Bonn u.a.). Ihre Arbeiten sind in vielen Sammlungen vertreten und in Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.


Freitag, 4. Mai 2018, 19 Uhr: Konzert
Rudi Fischerlehner, Drums


Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.


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Einladungskarte


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03.02. - 18.03.2018

TRANSIT

morbide collection II
Kuratiert von Helga Höhne

Künstler*innen:
Ka Bomhardt, Stephan Brenn, Helga Höhne, Eva Niemann, Karla Sachse

Begrüßung: Clara Herrmann, Bezirksstadträtin für Kultur und Weiterbildung
Einführende Worte: Dr. Anna Grosskopf, Bröhan-Museum Berlin
Musik: Ron Dietze, Trompete
Lichtprojektion: Stephan Brenn

Morbide, was ist das eigentlich?
Zuerst denkt man an: morsch, brüchig, vergänglich.
Die Verbindung zur Natur ist schnell hergestellt, denn die Prozesse der Vergänglichkeit sind in ihr verankert. Die Zeit nagt auch an den Dingen, an deren Nutzen, Ansehen und Ansehnlichkeit und an ihrer Verfügbarkeit. Die Zeit nagt an der Aktualität von Nachrichten; dem Zustand politischer und ökonomischer Prozesse, an der Gesundheit, der Natur, dem Körper …
Nach „morbide collection“ (2005 in der alten feuerwache) zeigen in einer neuen Konstellation fünf Berliner Künstler*innen Arbeiten in den Medien Objekt, Installation, Sound, Zeichnung und Fotografie.
Die Künstler*innen verfolgen zum Thema des „Hinüber–Seins“ und „Hinüber–Gehens“ im Transit ihre ganz eigenen Wege. Im Zusammenspiel der unterschiedlichen künstlerischen Positionen entsteht ein Experimentierfeld, das die Auflösung zum Neubeginn werden lässt und dem Fundstück seine Potentiale entlockt. transit führt sensibel durch die Facetten der Morbidität.

Bei Ka Bomhardt werden ausrangierte Dinge, z.B. Gefäße, Lampen und Möbelteile in dunkle Farbe getaucht und in einem Installationsgeviert zusammengestellt. Die Art des Aufbaus, Fotografien und Zeichnungen befördern in ihren Wiederholungen und Ausschnitten Blickwinkel, die in die Fragmente neue Identität legen. Ein Dialog entsteht. In der Aufmerksamkeit für die Formen werden Wandelbarkeit und Perspektivmöglichkeiten von Ansichten erprobt. Gewusstes wird über den Haufen geworfen.

Stephan Brenn beschäftigt sich mit der Schönheit des Banalen, wenn er kleine gefundene Formen als Drahtzeichnungen Geschichten erzählen lässt. Ob im Kreis arrangiert oder als ästhetisches Objekt einer gezielten Assoziation übereignet, sind weggeworfene und nutzlose Dinge zu sehen, die in ihren Kompositionen neue Gestalten erzeugen. Aus den Funktionszusammenhängen gerissen folgen sie dem Zauber der Verwandlung. „Brenns Tierleben“ zeigt eine Sammlung von Kleinskulpturen aus Resten des Alltags.

Die Künstlerin Helga Höhne zeigt eine großformatige textile Arbeit sowie Objekte aus Fundstücken. Der Aspekt der Bedrohung, der dem Verfall innewohnt, zeigt sich deutlich in der textilen Figurengruppe sowie in Arbeiten, die sich mit dem Aussterben von Tieren beschäftigen. Vogelstimmen sind zu hören. Gefundenes, Textiles und Hörbares wird im Arrangement zum Träger zwischen Skurrilität und Trauer, Verbeugung und Mahnung.

Die Malerin Eva Niemann ist hier mit einem Bildobjekt und einem Klangobjekt vertreten. Hör- und Sichtbares lassen in ihrer abstrakten Form- und Farbgebung Assoziationen zur Körperhaftigkeit zu. Rost auf Zinkblech und daneben die Malerei auf Leinwand werden durch Abkratzen zu Zeugen einer rückläufigen Handlung. Holzteile werden in Bewegung gesetzt. Die erzeugten Geräusche erinnern an alte Möbel.

Die Künstlerin Karla Sachse nimmt sich der Warenwelt an. Werbung aus Kaufhäusern, papierne Preis- und Produktblättchen werden in Streifen geschnitten und zum Material für daraus geflochtene Gefäßformationen. Aus Kurzlebigem wird Abfall, aus Abfall vielgestaltige Form. Es könnten Nester sein, die in der Luft hängen, jedoch nichts halten oder bewahren können.
Die Überfülle der Warenwelt, bunt gedruckt auf Papier, offenbart Leere.


Veranstaltungen
Samstag, 17.2.2018, 19 Uhr
Wolfgang Müller, Vortrag Séance Vocibus Avium
Die Rekonstruktion von Stimmen elf ausgestorbener Vögel.

Freitag, 9.3.,2018, 19 Uhr
Karla Sachse, Satirische Lesung
Katalogpräsentation


Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.


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02.12.2017 - 21.01.2018

Kriegskinder

Videoinstallation, Fotografien
Ein Projekt von Ina Rommel in Kooperation mit Stefan Krauss


Ausstellungseröffnung: Freitag, 01. Dezember, 17 Uhr
Einführung: Dr. Eckhard Fürlus - Universität der Künste Berlin und
Georg Weise - Zeitzeuge
Musik: Duo Tarasyuk, Klezmer

Betagte Damen und Herren aus Berlin - Sie sitzen nebeneinander an einem virtuellen Konferenztisch und berichten abwechselnd von ihren Erlebnissen während des 2. Weltkriegs. Im Jahr 1945 sind sie zwischen sieben und siebzehn Jahre alt gewesen und erzählen sehr emotional, aber auch erschreckend nüchtern, unglaubliche Geschichten, die sie als Kinder oder Jugendliche im zerstörten Berlin, an der Front oder auf der Flucht erlebt haben. Begleitende Veranstaltungen laden zum generationsübergreifenden Austausch ein.


Samstag, 09. Dezember 2017, 15 Uhr
Ausstellungsrundgang mit den Künstler*innen und Zeitzeugen

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 19 Uhr
Thematische Lesung aus Prosatexten und Lyrik
der Berliner Autorin Christel Guhde

Sonntag, 17. Dezember 2017, 15 Uhr
Adventsgespräch – Weihnachten damals und heute, Kriegskinder erzählen

Donnerstag, 18. Januar 2018, 10 Uhr
Speed-Dating zum Austausch über Flucht, Heimat und Traditionen mit ehemaligen Kriegskindern und geflüchteten Jugendlichen
Anmeldung erwünscht

Sonntag, 21. Januar 2018, 17 Uhr
Finissage

Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.


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21.10. - 26.11.2017

Teresa Mazuela Sequeira: ÜBER HOLZWEGE

SCHEITERN. VERWANDLUNG.

Freitag, 20. Oktober, 19 Uhr // Ausstellungseröffnung
Einführung: Dr. Birgit Möckel, Kunsthistorikerin

„... dass wir nicht sehr verlässlich zu Hause sind in der gedeuteten Welt“ (Rainer Maria Rilke,Duineser Elegien, 1923), das zeigt uns Teresa Mazuela Sequeira, indem sie uns auf Holzwege führt, Scheitern, Verwandeln ahnen lässt. Das erfordert Vertrauen in Dimensionen jenseits des Sichtbaren. Die "Vision des Unsichtbaren“ ist ihre Verbindung zur Natur des Lebens. Dieses Anliegen führt zu einem interdisziplinären Dialog mit wissenschaftlichen und
philosophischen Ansätzen und zu medienübergreifenden Arbeiten. Die Malerei der in Berlin lebenden Künstlerin ist nicht vollkommen lesbar oder erklärbar. So entfaltet sich der Bildraum in Prozesse der Transformation, des Scheiterns und des Neubeginns. Ebenso verhält es sich bei der Verwendung anderer Medien. Mazuela Sequeira arbeitet mit Malerei,Fotografie, Video, Interventionen und Installationen im Raum.
Seit ihrer Kindheit ist die Wahrnehmung, der in Deutschland und Spanien aufgewachsenen Künstlerin durch zwei Kulturen geprägt, in denen sich ihr Leben bewegt. Es gibt keine eindeutigen Wegweiser, keine absoluten Grenzen. Es gibt Bewegung, die sich durch Vertrauen in Unbekanntes und gerade nicht Sichtbares weitet. Das Eine existiert neben dem Anderen in Verbindung. In diesem Sinn untersucht Mazuela Sequeira die Idee der Weite und des sich Entfernens auch in Hinblick auf die darin verborgenen Möglichkeiten von Nähe – ohne Aneignung – und des Zufälligen.
In ihrer Einzelausstellung „Über Holzwege. Scheitern. Verwandlung“ kommen auch durch den Austausch mit Biologen organische Strukturen und Elemente sowie botanische Inhalte zum Tragen. Insbesondere das für die Künstlerin gesammelte Holz der Mammutbäume (Sequoioideae) findet sich im projektraum der alten feuerwache wieder. Dieses Holz hat einen besonderen Bezug zu Feuer: manche Arten sind weitgehend feuerfest, bei anderen öffnen sich die Zapfen erst durch Hitze und geben die Samen frei. Der Verlust wird Element und treibende Kraft der Transformation und der Kunst. Verwandlung bedeutet Tod und Leben.
Ausgangspunkt ihrer künstlerischer Recherche war der Waldbrand 1997 in der Sierra de Gredos, nahe Madrid: das der Künstlerin lang vertraute Gebiet war verschwunden. Aus der Aschelandschaft wuchs Neues, erneut Lebendiges – Sinnbild für Verlust und Neubeginn. Verbieten wir uns Verwandlung, weil sie auch Ausdruck des Todes ist?
Naheliegend war es den Blick auf einen Aspekt der Natur zu richten, den Menschen seit Urzeiten keineswegs als harmonisch, sondern als chaotisch und bedrohlich wahrnehmen. Der Begriff „Naturkatastrophe“ ist ein menschlicher Begriff. Waldbrände werden von uns so
wahrgenommen. Zerstörung ist aber auch unersetzlicher, erneuernder Faktor für ganze Lebensgemeinschaften. Sequoias insbesondere „Sequoia sempervirens“ (sempervirens, lat. immer lebend = immergrün) und „Sequoiadendron giganteum“ (Riesenmammutbaum) sind
Pyrophyten und somit an Feuer angepasst oder benötigen dieses zur Fortpflanzung. Katastrophen gehören zum Inventar der Ökosysteme.

Die in Berlin lebende Künstlerin schloss ihr Studium der Malerei und Fotografie an der Universidad Complutense in Madrid ab und studierte dann bildende Kunst an der Universität der Künste, wo sie Meisterschülerin von Prof. Marwan war.

Mittwoch, 22. November, 18 Uhr // Gespräch
Ariadne von Schirach, Autorin und Philosophin, im Gespräch mit dem Biologen Markus Jahn über Endlichkeit und Verwandlung
Moderation: Michaela Maria Müller, Autorin und Journalistin

Sonntag, 26. November, 18 Uhr // Finissage
Anna Barth (TanzArt Labor Berlin) im Spannungsfeld von Improvisation und Butoh / Claudia Risch, Flöte und Bassklarinette


Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.

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Ausstellungsansicht

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08.09. - 13.10.2017

Fortsetzung jetzt! (Teil 3)

150 Jahre Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 e.V.

Zeitgenössische Positionen von:
Susanne Ahner, Ina Bierstedt, Ricoh Gerbl, Hanna Hennenkemper,
Natascha Küderli, Irmgard Merkens, Vera Schwelgin

Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, dem 7. September 2017, 19 Uhr laden wir Sie herzlich ein.

Begrüßung: Kerstin Ottersberg, Leiterin projektraum
Ute Gräfin von Hardenberg, Vorsitzende VdBK 1867 e.V.
Einführung: Dr. Claudia Beelitz, Kuratorin der Ausstellung

Als ältester Berufsverband bildender Künstlerinnen feiert der VdBK 1867 e.V. sein 150-jähriges Jubiläum mit einer 4-teiligen Ausstellungsreihe. War Teil 1 dieser Reihe den historischen Positionen des renommierten Vereins gewidmet, so beleuchten die Folgeausstellungen schlaglichtartig die heutige Situation. Im projektraum der alten feuerwache werden Arbeiten von 7 Künstlerinnen präsentiert.

Ina Bierstedt und Hanna Hennenkemper betreiben eine künstlerische Analyse visuellen Wissens. Mit subtilen Verschiebungen untersucht Bierstedt die farbliche Wirkung von Emblemen deutscher Jugendkultur und lotet so das Verhältnis von Wissen und Wahrnehmung aus. Hennenkemper seziert die Grundelemente eines Legespiels, um dessen Regelhaftigkeit in einem aufwendigen Druckverfahren sinnlich zu entgrenzen. Im Fokus der Arbeiten von Irmgard Merkens und Vera Schwelgin steht die menschliche Figur. Merkens greift dabei auf eigene Beobachtungen wie auf mediale Vorlagen zurück und thematisiert menschliche Beziehungen. Der Blick Vera Schwelgins hingegen ist an der klassischen Moderne geschult. Ihre Holzschnitte zeigen archetypische Gestalten und werfen existentielle Fragen auf. Die Architektin und Künstlerin Natascha Küderli widmet sich seit langem dem Thema Stadt. Durch übereinander montierte Bewegungsebenen legt ihr Film die pulsierenden Lebensadern Berlins frei. Susanne Ahner schließlich befasst sich in einer eigens für die alte feuerwache entwickelten Intervention mit dem Raum selbst. Mittels fotografischer Abzüge retuschiert sie dessen historische Spuren und reflektiert gängige Optimierungsstrategien.

Die Ausstellung eröffnet ein Feld vitaler und spannungsreicher Diversität. Diese Diversität wird thematisiert und gesteigert durch Textpfropfungen, die Ricoh Gerbl als Künstlerin und Autorin hier wie an den übrigen Stationen der Ausstellungsreihe zur Gegenwart des VdBK vollzieht.

Vortrag - Donnerstag, 14. September 2017, 19 Uhr
Anna-Carola Krausse: Lotte Laserstein_Ein Blick über die Schulter

Lotte Laserstein gehört zu den großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre. Ihre malerische Virtuosität und ihr subtiles Spiel mit traditionellen und modernen Bildformeln weisen sie als eine bedeutende Vertreterin der Kunst der Weimarer Republik aus. Der Vortrag beleuchtet Leben und Werk der Malerin, die bis 1933 dem Verein der Berliner Künstlerinnen angehörte und 1937 emigrieren musste.

Mittwoch, 4. Oktober 2017, 18 Uhr
Ausstellungsrundgang. Die Künstlerinnen im Gespräch mit Claudia Beelitz

Freitag, 13. Oktober 2017, 17 Uhr
Finissage


Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.




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29.07. - 27.08.2017

Es lebe das Ornament!

Siegfried Völker
Kartondrucke, Auffaltungen, Collagen, Objekte

Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 28. Juli 2017, um 19 Uhr
laden wir Sie herzlich ein.

Begrüßung: Clara Herrmann, Bezirksstadträtin für Kultur und Weiterbildung
Einführung: Dr. Liane Burkhardt, Kunstwissenschaftlerin
Musik: Georg Wettin, Klarinette/Kontrabassklarinette


Mittwoch, 9. August 2017, 19 Uhr
Dr. Anita Kühnel im Dialog mit Siegfried Völker

Sonntag, 27. August 2017, ab 17 Uhr
Zur Finissage liest Siegfried Völker eigene Texte.


Das Prinzip der Mehrfachspiegelung (Muster) hat sich bei mir aus der Banalität des Handdruckvorganges ergeben. Wenn beim Handdruck die Farbe verhältnismäßig dick auf den Druckstock aufgetragen war, musste sie auf dem bedruckten Papier mittels Seiden-oder Zeitungspapier per Handabrieb entfernt werden und siehe und staune, plötzlich hatte ich neben dem Hauptdruck auch noch einen spiegelverkehrten Abklatsch der Häuserecke und aus dem häuslichen Motiv, in leicht ansteigender Landschaft, wurde durch Zusammenfügen beider Teile, ein Vogel mit weit ausgebreiteten Schwingen - und ich konnte plötzlich fliegen.
Siegfried Völker

1947 in Tribbevitz / Rügen geboren
1965 – 66 Physikstudium an der Technischen Universität Dresden
1967 – 70 Philosophiestudium an der Humboldt-Universität Berlin
1970 – 72 Arbeit in der Töpferwerkstatt Neubrandenburg, danach bei dem Bildhauer Arndt Wittig in Schwedt
1972 – 77 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin / Weißensee
seit 1977 als Maler / Grafiker tätig, lebt und arbeitet in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.

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Hab Acht, 1999, Kartondruck, Auffaltung, 45 x 65 cm

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Faltblatt

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Finissage/Lesung



20.06. - 19.07.2017

WERKSTATT - DIALOGE

Ausstellungseröffnung // Dienstag 20.06. // 10:15 Uhr

Ausstellung mit Ergebnissen aus den Workshops „Werkstatt Bilderlexikon III - Ankommen, was wir uns wünschen und brauchen“ mit Kindern der 36. Grundschule, dem Elisabeth-Stift und Neuberliner Kindern aus der Nachbarschaft sowie aus den Projekten „Kulturguides“ und „Frauen im Dialog“ im Rahmen des Integrationsfonds.

Die „Werkstatt Bilderlexikon III“ wurde gefördert durch den Projektfonds Kulturelle Bildung Berlin und den Ausstellungsfonds der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

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Flyer

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06.05. - 04.06.2017

Don’t forget me not

Seminar Linn Schröder, Ostkreuzschule für Fotografie

Tina Bauer, Tilman Brembs, Kattrin Faber, Kerstin Hehmann, Judith Horn, Diana Juneck, Ania Kaszot, Alexander Klang, Irina Kholodna, Gunnar Krüger, Carola Lampe, Patricia Morosan, Melina Papageorgiou, Linn Schröder, Stefanie Reichelt, Jessica Wolfelsperger, Martina Zaninelli, Marie Zbikowska

Ausstellungseröffnung: Freitag, 05. Mai 2017, 19 Uhr

Zeit lässt sich nicht aufhalten, noch nicht einmal festhalten, oder doch? Die Sehnsucht nach der stillgestellten Zeit, der verlorene Augenblick und die Feier des Momentes waren die geistigen Paten der Fotografie. Und Fotografie nahm den Auftrag dankbar an. Sie materialisiert den Augenblick zur Erinnerung, wo doch nur Realität war. Was aber erinnern wir wirklich?
Was zeigen uns die Bilder? Die Kluft besteht fort und ist das Thema dieser Ausstellung. Sie beschreibt die prekäre Stellung der Fotografie zwischen Erinnerung und Wirklichkeit, zwischen Vergessen und Vergangenem.
Und thematisiert ganz nebenbei die Wandlung von der Sehnsucht nach der stillgestellten Zeit zur Sehnsucht moderner Prägung.


Finissage: Samstag, 03. Juni 2017, ab 17 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.

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Faltblatt

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28. – 30.04.2017

Gamefest 2017

Interaktive Ausstellung: HOMEBREW. Neue Spiele auf alten Konsolen

Dass Computerspieleprogrammierung einer Kunst gleichkommt, kann man kaum so deutlich sehen, wie bei Homebrew-Spielen. Obwohl die Homebrewprogrammierer auf dem Programmierwissen von mehreren Jahrzehnten aufbauen, gelingt es ihnen immer wieder, neue Tricks und Kniffe zu erdenken und so den betagten Maschinen nie gesehene Effekte und Töne zu entlocken.

ab 20 Uhr RetroGameParty / DJ / Tunier

Das Gamefest am Computerspielemuseum ist zu einer guten Tradition geworden. Es ist DAS Event für Gamer, Familien, Retro-Fans und Kultur-Interessierte. Das Gamefest stellt die vielfältigen Facetten der Games als Kulturgut in unterhaltsamen Formaten crossmedial einer weiten Öffentlichkeit vor. Das Gamefest 2017 wird vom 28. bis 30. April im Rahmen der International Games Week wieder zu spannenden und wissenswerten Veranstaltungen auch in den projektraum und die studiobühne der alten feuerwache einladen. Das Gamefest 2017 wird vom Computerspielemuseum in Kooperation mit der Stiftung Digitale Spielekultur und der alten feuerwache Friedrichshain im Rahmen der International Games Week Berlin veranstaltet und vom Medienboard Berlin Brandenburg unterstützt.











11.03. - 23.04.2017

Pola Brändle: PLAKATIEF - COLLAGE/DECOLLAGE


Ausstellungseröffnung: Freitag, 10. März 2017, 19 Uhr

Die einführenden Worte spricht Britt Janina Heinker, Kulturwissenschaftlerin.

Auf den Spuren der Affichisten führt Pola Brändle aus kunsthistorischer Sicht fort, was ihre männlichen Kollegen vor mehr als 60 Jahren begonnen haben. Dabei geht die Künstlerin noch einen Schritt weiter: So verarbeitet Brändle nicht nur Plakate aus ihrer unmittelbaren Umgebung, sondern hat auf ihren Reisen durch mehr als 26 Länder Postermaterial zusammengesammelt auf Grundlage dessen sie ausdrucksstarke zeit- und kulturspezifische Kunstwerke kreiert.

Von kleinen Werken wie der "A Picture A Day"-Serie, über ihre lebendigen Städte-Triptychons zu überwältigenden Portraits im Großformat bewegen sich ihre Collagen/Decollagen dabei zwischen Pop Art und Abstraktion - zwei Pole, die eigentlich Extreme darstellen, in ihren Werken jedoch eine perfekte Symbiose eingehen. Brändles Oeuvre lässt dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Lesarten zu, getreu dem Motto: Die Wahrheit ist ein Stückwerk.


Ausstellungsrundgang/Gespräch: Samstag, den 01. April 2017, um 16 Uhr
Die Künstlerin führt durch die Ausstellung und gibt Einblicke in ihre Arbeit.


Eine Ausstellung in der Reihe "von mir aus", die Positionen von Künstlerinnen aus Friedrichshain-Kreuzberg vorstellt.

Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler.









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Schülerworkshop

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Ausstellungsrundgang

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28.01. - 05.03.2017

Das geheime Leben der Pflanzen

Ausstellung des Projektkurses am Photocentrum der Gilberto Bosques VHS Friedrichshain-Kreuzberg unter Leitung von Sibylle Hoffmann

Ausstellungseröffnung: Freitag, 27. Januar, 19 Uhr
Begrüßung: Peter Lattermann, Programmbereichsleiter für Fotografie
Sibylle Hoffmann, Kursleiterin


Blumen und Pflanzen stehen im Mittelpunkt der fotografischen Gruppenausstellung „Das geheime Leben der Pflanzen“.
Unterschiedliche künstlerische Zugänge und individuelle Betrachtungsweisen nähern sich dem Sujet in dokumentarischer, botanischer, emotionaler, assoziativer Vertiefung und Komplexität.
Ein Kaleidoskop der Faszination von Schönheit und Vergänglichkeit, von Offensichtlichem und Verborgenem, von botanischer Genauigkeit und träumerischer Verwirrung.
Die unterschiedlichen Konzepte der 21 Künstlerinnen und Künstler
werden in selbst gestalteten Fotobüchern präsentiert.
Die Ausstellung ist der Abschluss des Projektkurses am Photocentrum der Gilberto Bosques Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin, unter Leitung von Sibylle Hoffmann.

Samstag, 11.02.2017, 15 Uhr
Führung und Werkstattgespräch

Freitag, 17.02.2017, 19 Uhr
„Ansichten und Einsichten zum Fotobuch“ mit Hannes Wanderer
(Peperoni Books)

Sonntag, 05.03.2017, ab 16 Uhr
Finissage


Eine Kooperation zwischen dem Photocentrum am Wassertor
der Gilberto Bosques VHS Friedrichshain-Kreuzberg und dem
Projektraum „alte feuerwache“.

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Flyer

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Foto: Wolfgang Eschenhorn





 


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