Veranstaltungen

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Dienstag // 22. Oktober 2019 // 19 Uhr

Visuelle Lesung und Gespräch: Nicht von Dauer war die Mauer – Die Frauen von ORWO

Ruth E. Westerwelle: 30 Jahre Maueröffnung

An diesem Abend zeigt Ruth E. Westerwelle Szenen aus der Zeit der Maueröffnung in Berlin aus ihren Ausstellungen „Löcher in der Mauer - Die ersten Tage des Mauerfalls“ und der Installation „Nicht von Dauer war die Mauer" (unterstützt von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) und nachfolgend Bilder von den Frauen der „Film“ und dem „Rückbau“ von ORWO in Wolfen.

Mitte der Neunziger war Ruth E. Westerwelle in Wolfen, zum einen fotografierte sie im Auftrag des Bauhauses in Dessau eine Ausstellung über Wolfen Nord und lernte so die ORWO-Frauen kennen. Daraufhin interviewte sie jene, ließ sich deren Lebensgeschichte und die Geschichte der „Film“ von ihnen erzählen und fotografierte vor Ort. Diese Arbeit wurde gefördert vom Berliner Senat für Arbeit und Frauen/Frauenforschung und dem Land Sachsen-Anhalt. Entstanden ist daraus die Ausstellung und das Buch
„Die Frauen von ORWO“, deren Schirmherrin Regine Hildebrandt,
das Buch in Wolfen erstmalig der Öffentlichkeit präsentierte.
Aus diesem Buch liest Ruth E. Westerwelle Auszüge.

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© Ruth E. Westerwelle, Berlin






Samstag // 26. Oktober 2019 // 16 Uhr

Ausstellungsrundgang und Gespräch mit Georg Krause







Donnerstag // 31. Oktober 2019 // 19 Uhr

Daniela Dahn: Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute

Lesung & Gespräch
Daniela Dahn im Gespräch mit dem Historiker Dr. Dirk Moldt

Nach dreißig Jahren Vereinigung ist die innere Spaltung zwischen Ost und West so tief wie eh und je; und es haben sich sogar neue Klüfte aufgetan, die unser Gemeinwesen erschüttern. Sie haben damit zu tun, dass die vermeintlichen Sieger der Geschichte das Erbe der beitrittsgeprüften "Brüder und Schwestern" komplett ausgeschlagen haben.
Was hat die „friedliche Revolution“ den Menschen in Ost und West also gebracht? Viele Annehmlichkeiten, sicher, so Daniela Dahn, aber revolutioniert wurde nichts.

Die Geschichte des Anschlusses der DDR ist eine Geschichte von Demütigungen, einer tätigen Verachtung ihrer Kultur, Literatur, Wirtschaft und sozialen Infrastruktur, die immer weiter fortwirkt.
Für das vereinigte Deutschland zeigt Daniela Dahn: Bevor der Rechtsextremismus die Mitte der Gesellschaft erreicht hat, kam er aus der Mitte des Staates. Aus Teilen des Sicherheitsapparates, der Bundeswehr, der Verwaltung.

Eine gemeinsame Erinnerungskultur, die sich beschönigender oder dämonisierender Legenden verweigert, gibt es in Deutschland noch nicht.
Was müsste sie berücksichtigen?

Eintritt frei

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